Nabucco Monumental

Ein historisch lebendiges Drama um Freiheit, Liebe und Macht

Die 1841 von Giuseppe Verdi komponierte „Freiheitsoper“ zählt zumersten und größten Erfolg des italienischen Komponisten. Mit der Uraufführung 1842 im Teatro alla Scala in Mailand traf sie den Zeitgeist und so identifizierte sich das italienische Volk schnell mitdem Freiheitsstreben der heute beliebtesten Oper. So wundert es nicht, dass der bekannte Freiheitschor „Va pensiero, sull’ali dorate“ zurheimlichen Nationalhymne als Protest gegen Tyrannei und politische Willkür des italienischen Volkes wurde.

Das Operndrama „Nabucco“ repräsentiert das geknechtete Volk, dem erst im Schlussakt Freiheit, Humanität und Verbrüderung winkt. Invier Akten erzählt es die alttestamentarische Geschichte der Zerstörungdes ersten jüdischen Tempels 586 vor unserer Zeit durch König Nabuccound der anschließenden Verschleppung des Volkes ins babylonische Exil. Zerstörung, Wahnsinn, Intrigen, Hass und Liebe werden spannungsvoll in einer grandiosen Open Air Inszenierung gegenüber gestellt. Die Aufführung der prachtvollen Oper in italienischer Originalspracheglänzt durch ein aufwendig dekoriertes Bühnenbild sowie zeitgenössischeKostüme.

Mit großem Chor, traditionsreichem Orchester sowie überwältigenden Solisten lassen die rund 100 Mitwirkenden das dramatische Spiel um Freiheit, Macht und Liebe zu einem einmaligen Erlebnis werden. Erleben Sie einen Nabucco, der seine leidenschaftlich formulierte Anklage gegen Intoleranz und Unmenschlichkeit eindrucksvoll singt. Hören sie eineausdrucksintensive, spitzentonsichere und von dramatisch glühendemImpuls erfüllte Abigail. Spüren Sie die ruhige Würde des unbeirrbaren Gottvertrauens von Zaccarias und sehen Sie, wie Fenena als ruhender Polim Kessel der Leidenschaften intoniert.

Karten für die bundesweite Open Air Tournee sind bereits jetzt an allen bekannten Vorverkaufsstellen, über die bundesweite Tickethotline 01805-570 070 (14ct./Min; Mobilfunkpreise höher) sowie hier unter Spielorte und Tickets erhältlich.

1. Teil: Jerusalem
So spricht der Herr: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hand Nebukadnezars, des Königs zu Babel, und er wird sie mit dem Feuer anstecken und verbrennen. Jerusalem: Im Tempel Salomons beten die Hebräer um Schutz vor den nahenden Babyioniern, Zaccaria hofft auf die Hilfe Gottes. Er sagt dem jüdischen Volk, daß Fenena, die Tochter Nabuccos, ihnen als Geisel dienen soll. Aus diesem Grunde gibt er sie in die Obhut Ismaeles. Die beiden sind jedoch ineinander verliebt, seit Fenena Ismaele aus dem Gefängnis in Babyion befreit hat. Sie wollen gemeinsam fliehen. Abigaille ist ebenfalls in IsmaeIe verliebt. Es gelingt ihr, in den Tempel einzudringen und das Paar gefangenzunehmen. Für Ismaeles Liebe wäre sie bereit, ihm die Freiheit zu schenken, doch dieser möchte lieber das Los seines Volkes teilen. Als Nabucco siegreich in die Stadt eindringt, weist ihn Zaccaria darauf hin, daß Fenena gefangen und vom Tode bedroht sei. Nabucco läßt von der beabsichtigten Plünderung der Stadt ab. Als Ismaele darauf Fenena freiläßt, stecken die Babyionier den Tempel in Brand. Die Hebräer verfluchen deshalb Ismaele.
2. Teil: Der Frevler
Siehe, ein schreckliches Ungewitter des Herrn wird kommen und den Gottlosen auf den Kopf fallen. Abigaille erfährt, dass sie nicht die Tochter Nabuccos und rechtmäßige Thronerbin, sondern eine einfache Sklavin ist. Grenzenlos in ihrem Streben nach Macht und Durst nach Rache, weil Fenena zur Thronfolgerin bestimmt wurde, läßt sie sich in Abwesenheit Nabuccos vom Oberpriester, der über Fenenas Sympathie für die Hebräer entrüstet ist, die Macht übertragen. Als die Nachricht kommt, Nabucco sei gefallen, versucht Abigaille der inzwischen zum Judentum konvertierten Fenena die Krone aus den Händen zu entreißen. Da erscheint Nabucco, verhöhnt alle Götter der BabyIonier und Hebräer und ruft sich selbst zum Gott aus. Ein Blitzstrahl schleudert ihm die Krone vom Kopf und schlägt ihn mit Wahnsinn. Abigaille reißt die Krone an sich.

3. Teil: Die Prophezeiung
Es sollen Wüstentiere in Babylon ihre Wohnung haben und mit Eulen und Weidehopfen wohnen. Abigaille bringt den geistig verwirrten Nabucco dazu. das Todesurteil für die Hebräer und damit auch für Fenena zu unterschreiben. Das Dokument, das ihre Herkunft verrät, zerreißt sie. Am Ufer des Euphrat beklagen die gefangenen Hebräer ihr Schicksal. Zaccaria macht ihnen Mut. Er prophezeit das Ende Babylons.

4. Teil: Das zerbrochene Götzenbild
Baal steht mit Schanden: seine Götzenbilder sind zerschmettert. Der gefangene Nabucco sieht, wie seine Tochter zum Schafott geführt wird. Er bittet den Gott der Hebräer um Vergebung und Beistand. Mit dem treuen Abdallo und dessen Truppe eilt er, Fenena und die Hebräer zu befreien. Er kann sie im letzten Moment vor dem Tod retten. Das Bildnis Baals stürzt zu Boden. Abigaille, die sich selbst vergiftet, fleht um Verzeihung. Die Macht Jehovas, des Königs der Könige, offenbart sich.

 

 

Besetzung
Es spielt das Classical Symphonic Orchestra in großer Besetzung unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Jeremy Michael. Es singt der Chor der Staatsoper Prag.

Nabucco, Richard Haan
Abigail, Anna Todorof
Zacharias, Olaf Korothof
Fenena, Elisa Weiss
Ismail, Volker Philipp
Anna, Dagmar Vankatoff
Abdallo, Thomas Braz
Oberprister, Jerry Nera

Regie,   Martin Otawa
Produktion, Thomas Fröbe
Licht- und Feuershow    - Lichtecht, Ralf Meissner und Fabian Kuhn

Nabucco 2010


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